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Frau Zappadong goes (not) Literaturwettbewerb

Zeitunglesen gestern hatte etwas Gefährliches an sich. Lauter Beiträge zum Ärgern. Das ist ja nicht unbedingt das, was man sich für einen Sonntag so wünscht. Andererseits: Selber schuld, wer Sonntagszeitungen liest.

Zum Thema: Gestern in der NZZ am Sonntag (Printausgabe):

Die Stadt Zürich vergibt jedes Jahr einen Werkbeitrag an einen Comiczeichner / eine Comiczeichnerin. CHF 42'000. Dummerweise wissen davon nur ganz wenige. Sowohl ein bekannter Basler Comiczeichner als auch der Inhaber eines Comicladens hatten nicht den Schimmer einer Ahnung, dass es so was gibt. Eine Comiczeichnerin, die davon gehört hatte, suchte vergeblich im Internet nach Informationen und nahm an, es handle sich um ein Gerücht. Tut es aber nicht. Die Stadt Zürich vergibt - absolut intransparent - CHF 42'000 an ein paar Eingeweihte.

So weit, so schlecht. Heute bekam ich Post vom KJM, dem Ostschweizer Ableger des SIKJM (Schweizer Institut für Kinder- und Jugendbuchautoren) ... und da fiel mir ein, dass da doch irgendwann mal was gewesen ist in Bezug auf einen Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis. Ich erfuhr letztes Jahr per Zufall davon, weil eine Autorenkollegin anfragte, ob ich da dabei sei. War ich nicht. Aber neugierig, wie ich nun mal bin, habe ich im Netz nach Infos gesucht. Ausser dass es den Preis gibt, war da leider gar fast gar nichts zu erfahren.

Heute Morgen habe ich (wohl um der Putzarbeit auszuweichen) eine Mail an das SIKJM geschrieben, in der ich mich nach den Teilnahmebedingungen erkundigte, und im Gegensatz zur letzten Mail (in einer anderen Angelegenheit), die ich im August 2009 abschickte und nie eine Antwort erhielt, hatte ich keine Stunde später eine Antwort im virtuellen Briefkasten.

Der Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis wird alle zwei Jahre an Personen mit Schweizer Bürgerort oder Wohnort (seit mindestens 2 Jahren) oder an Schweizer Verlage, Reihen oder Editionen verliehen. Eine Fachjury prüft alle Medien (Romane, Bilderbücher, Sachbücher, Lyrik, Theaterstücke, Comics, andere Medien wie Hörbücher, Hörspiele, CD-ROMs, Editionen und Reihen), die vom 1. April des Preisjahres bis zum 31. März des nächsten Preisjahres erschienen sind. Die Fachjury fragt unter
anderem nach der ästhetischen und der sprachlichen Qualität eines Mediums. Sie können sich aus oben genannten Gründen nicht um den Preis bewerben.


Okay. Dann halt nicht.

Dass es auch anders geht, zeigen die Organisatoren dieses Kinder- und Jugendbuch Literaturwettbewerbs. Oder jene des Glauser Krimi-Preises (inklusive Hansjörg-Martin-Preis für Kinder- und Jugendkrimis). Selbst die Teilnahmebedingungen und Anmeldemodalitäten für den Schweizer Buchpreis sind für jeden ersichtlich. Um nur ein paar Beispiel zu nennen ...

Rentenklau? Aber nicht doch!

Mr Doorman kommt vom Briefkasten zurück, sein Gesicht ein einziges Schuldeingeständnis.
"Oha", sage ich. "Was ist denn passiert?"
"Ich habe aus versehen die Post vom Sepp geöffnet."
Der Sepp ist unser Nachbar. 72. Gut erhalten. Fidel. Ausgestattet mit viel Humor. Nur: Sein Briefkasten ist nicht unser Briefkasten. Also frage ich: "Wie kommen Sie denn dazu, den Briefkasten vom Sepp zu leeren?"
"Gar nicht", antwortet Mr Doorman. "Der Brief lag in unserem Briefkasten."
Das passiert öfters. Wir haben einen netten Pöschtler, aber in der Hitze des Postgefechts ...

(Zwischenbemerkung: Vielleicht erinnern Sie sich an die Posteinträge hier bei uns. Falls nicht: Die Postboten haben eine bestimmte, auf die Sekunde ausgerechnete Zeit für ihre Runde. Berechnen tun sie die nicht selber, sondern irgend ein theoretischer Schlaumeier, der die Route unter Idealbedingungen abfährt und dabei sicher nie mit Frau Meier, die schon am Briefkasten wartet, zwei, drei Sätze wechselt und auch keine Zeit hat, der Frau Müller, die nicht mehr gut zu Fuss ist, die Post an die Tür zu bringen ...)

... ist der Brief vom Sepp bei uns im Briefkasten gelandet. Und Mr Doorman hat ihn versehentlich geöffnet.
"Ich bringe Sepp den Brief", sagt Mr Doorman.

Fünf Minuten später stehen beide in der Eingangshalle. Die Gesichter hochrot. Oha, denke ich, vielleicht ein Liebesbrief oder sonst etwas Persönliches, das nicht für Mr Doormans Augen bestimmt war. Aber so ist es nicht.
"Frau Zappadong!", schreit Sepp - in einer Frequenz, die mich um sein ansonsten noch rüstiges Herz bangen lässt. "Jetzt schauen Sie sich diese Sauerei an."
"Ja, schauen Sie sich diese Sauerei an", echot Mr Doorman dem Sepp nach.

Ich schaue mir diese Sauerei also an und stelle fest: Es ist eine Sauerei.

Sepp hat Post von seiner Pensionskasse erhalten.

Lieber Sepp
Du darfst, kannst und musst bei der Abstimmung über die Renten Ja stimmen. Du kannst das bedenkenlos tun, weil deine Rente nicht angetastet wird. Du bekommst, was du auch sonst bekommen hättest. Nur die Jüngeren bekommen irgendwann mal weniger. Aber das ist doch nicht dein Problem, gell ;-)
Also: Ja zum tieferen Umwandlungssatz bei der Rente. Weil es dich nicht trifft. Sondern nur die Jüngeren. Das kann, soll und muss dir egal sein
Deine Pensionskasse

Mittlerweile geht auch mein Puls ziemlich hoch. Ungesund hoch.
"Weckt Onkel Vladimir!", befehle ich. "Wir fahren da hin und geigen denen die Meinung."
"Ich will auch mit!", schreit Sepp. "Die Siechen, die! Verwaltungskosten, dass es chlepft und tätscht! Räumlichkeiten wie Bankmanager! Gewinne für die Aktionäre! Alles für sie - nichts für die nächsten Generationen. Und jetzt spielen sie auch noch uns Alten gegen die Jungen aus. Ich könnte kotzen."
Das tut er glücklicherweise nicht. Aber er schnappt sich unsere Piratenflagge, die wir endlich gefunden und auch gleich gekauft haben. "Worauf warten wir?", ruft er.
"Auf das da!", erklärt Mr Doorman und hält ein Schild hoch:



Die Fakten zu diesem Artikel:
Swiss Life: 60'000 Schreiben an Pensionierte. Im Schreiben werden sie darauf aufmerksam gemacht, dass "bereits laufende Renten durch die künftige Festlegung des Umwandlungssatzes keine Änderung erfahren." Das betreffe nur Neurenten.
Helvetia: Schreiben an 11'500 Unternehmen und 5500 Pensionierte mit ähnlichem Inhalt.
Zürich-Versicherung: 20'000 Schreiben an Pensionerte, denen man versichert "vom Ausgang der Abstimmung nicht betroffen zu sein."

Eine Schweinerei? Mehr als das! Solidarität? War mal. Ist heute total uncool.

Quelle: Printausgabe NZZ am Sonntag.

Uran verscherbeln war gestern - Heute gehen wir in die Politik

"Frau Zappadong, Sie müssen Nationalrätin werden", sagt Mr Doorman.
"???" (Es ist zu früh am Morgen für solche Überraschungsangriffe.)
"Da kommt das Geld von selbst."
"???" (Ach, ja, denke ich, aber wenn ich das jetzt sage, wird es mir erklärt.)
"100'000 Franken für zwei Sitzungen pro Jahr", erklärt Mr Doorman. (Ich habe doch gar nichts gesagt.)
(Ich gebe auf.) "Für zwei Sitzungen?", frage ich.
Mr Doorman nickt. "Steht im Magazin*."
"Und was muss ich dafür tun?", erkundige ich mich. "Meine Seele dem Teufel verkaufen?"
"Nicht ganz", antwortet Mr Doorman. "Nur einem Beirat einer Firma beitreten."
"Bedingungslos?", will ich wissen. "Oder ..."
"Offiziell bedingungslos."
"Aha."
"Na ja, vielleicht sollten Sie dann im Parlament im Sinne der Firma reden und abstimmen." Mr Doorman zuckt mit den Schultern. "Scheint heute Gang und Gäbe zu sein."
"Aha." (Mich überfordert so was zu so einer Tageszeit - und eigentlich auch generell, zu jeder Tageszeit.)
"Sie können auch mehreren Beiräten, Verwaltungsräten und was es sonst noch an Ämtlis gibt beitreten", fährt Mr Doorman fort, der mein Schweigen als Interesse auslegt. "Wenn Sie die richtigen Leute kennen, rückt man auch ein paar Dinge für Sie gerade. So können Sie zum Beispiel Parteipräsidentin werden."
"???"
"Ihre Geldgeber werden es für Sie richten."
"???"
"Ja. Steht im Magazin*. Und wenn Sie in eine Kommissionssitzung gehen, gibt Ihnen die Firma, die Sie so grosszügig entlöhnt auch gleich ein Positionspapier mit Argumenten mit und sagt Ihnen, wo Sie sich mit einem Antrag wie melden müssen."
"???" (Mir ist schlecht. Da kann man schlecht denken.)
"Sind Sie Mitglied einer Partei?", dringt Mr Doormans Stimme durch dicken Nebel zu mir durch.
Ich schüttle refelxartig den Kopf.
"Okay, dann nehmen wir was Bürgerliches. Zahlt sich besser aus. Hätten Sie lieber das christliche C oder das liberale F?"
"Gar nichts", würge ich aus meiner ziemlich trockenen Kehle.
"Dann nehmen wir das F. Obwohl Herr Eugen David von der Partei mit dem C. aus dem Kanton Zappadong ganz schön absahnt - und Sitzungen schon mal nach dem Willen seiner Geldgeber abhält - steht im Magazin*."
Ich winke matt mit der Hand.
"Sie wollen, dass ich aufhöre?", fragt Mr Doorman.
Ich nicke.
"Kein Nationalrat?", hakt er nach.
"Um Himmels Willen, nein", hauche ich.
Mr Doorman grinst zufrieden. "Sie sind meine Frau Zappadong", meint er. "Verscherbeln wir also lieber Onkel Vladimirs Uran."
"Natürlich tun wir das!", ruft Onkel Vladimir, der die Treppe hinunterkommt und die letzten paar Worte mitbekommen hat. "Was denn sonst?"
Ja, was denn sonst.

Wenn Ihnen die Lust am Wählen noch nicht vergangen ist. Checken Sie doch bitte vor dem Ausfüllen des Stimmzettels, wie viele Ämtlis die Kandidaten Ihrer Wahl haben und überlegen Sie es sich dann noch einmal.

* Ich habe den Artikel online nicht gefunden. Gehen Sie hin und kaufen Sie sich die Printausgabe.

Mr Doorman und Onkel Vladimir amüsieren sich - ich nicht so ganz

Aus der Ecke mit den Kuschelsofas erklingt herzhaftes Gelächter. Ich fülle eine Tasse mit bestem Kaffee und schlendere zu Mr Doorman und Onkel Vladimir hinüber.
"Darf ich mitlachen?", frage ich.
"Klar doch", brüllt Onkel Vladimir. Und dann beginnt er mir vorzulesen:

Mein Vorschlag ist, jeden, der einen deutschen Pass hat, mit seinem gesamten Vermögen weltweit in Deutschland zu besteuern.

Doch, ja, das finde ich witzig, vor allem wenn ich mir das praktisch vorzustellen versuche. "Ist das Ihre Idee?", frage ich (bei Onkel Vladmir weiss man nie).
 "Nein, auf sowas komme nicht mal ich", grinst er. "Wollen Sie noch mehr hören?"
Ich will.

Jeder, der einen deutschen Pass hat, muss deutscher Steuerzahler sein. Es kann nicht sein, dass ich die Privilegien des deutschen Passes in der Welt nutze, mich aber der Steuerpflicht entziehe. Wer das nicht will, kann gerne seinen deutschen Pass abgeben und sich einen neuen suchen

"Ist das von Christoph Blocher?", rate ich, um mich gleich zu korrigieren. "Nein, warten Sie, auf so was kommt nur Toni Brunner. Wenn er gut drauf ist. Oder allenfalls noch der Mörgeli. Wenn er sich über die Deutschen lustig machen will."
"Falsch", sagt Mr Doorman trocken. Das kommt von Kurt Lauk und der ist Vorsitzender der CDU-Wirtschaftskammer.
"Aha", sage ich, weil es sonst nicht viel zu sagen gibt. Vor allem kann ich nicht viel mehr sagen, weil ich jetzt grad ziemlich lachen muss.
"Na ja, nicht alles, was der Mann sagt, ist lustig", fügt Mr Doorman hinzu. "Zum Beispiel das da, das ist ziemlich unverschämt":

"Ich halte es unter machtpolitischen Gesichtpunkten für ausdrücklich richtig, die Schweiz unter Druck zu setzen ... Wir müssen das Geschäftsmodell Schweiz trocken legen.

Nun, sagen wir es so. Es gab den Terminator, den Herminator und jetzt gibt's den Laukimator. Wenn er also auf einer Höllenmaschine angerattert kommt, so einer mit einer grossen Baggerschaufel vorne, seien Sie auf der Hut und erklären Sie ihm, dass Sie einen Schweizer Pass haben, Ihre Steuern in der Schweiz bezahlen und die Blümchen, die er in Ihrem Garten plattwalzen will, Ihr (Schweizer) Eigentum sind. Er solle also mal husch seinen deutschen Pass nehmen und im eigenen Garten alles plattfahren.

(Quelle: n-tv.de)

UPDATE: Stellen Sie sich das Zitat andersherum vor: "Wir (Schweizer) müssen das Geschäftsmodell Deutschland trockenlegen." Einfach nur so. Mal zum Ausprobieren, wie das klingen würde. Und dann stellen Sie sich mal vor, was in Deutschland abgehen würde. Auch nur so. Mal zum Ausprobieren.

UPDATE II: Ich muss mich hier ausklinken (und Platten hören gehen), bevor ich irr werde oder durchdrehe oder was wirklich Unanständiges sage ...

Plattenspieler, Teil IIII

In der Familie Zappadong lädt niemand Musik vom Netz runter, auch der Nachwuchs nicht.

Weil. Es gibt nichts Schöneres als eine Plattenhülle oder ein CD Cover. Dann die Texte, auf den Innenumschlag gedruckt oder bei DCs in eigens gestalteten kleinen Büchlein. Die Danksagungen (immer eine wahre Freude zu lesen). Die Gestaltung einer CD-Scheibe (zum Teil so edel oder schön, dass einem fast die Tränen kommen). Das Ding im Gestell bei allen anderen, ein Gesamtkunstwerk.

Ich weihe Sie noch in ein weiteres Zappadong-Geheimnis ein: Sohn Zap kauft sich sämtliche Filme auf DVD (er könnte bald einen eigenen Laden eröffnen). Sein DVD-Regal sieht genauso toll aus wie sein Bücherregal. Eine Augenweide.

Selbst Tochter Zap mit limitiertem (Taschen)geld kauft sich CDs. Alles andere ist nicht "the real thing". Und wenn ich so die CD Hüllen  und die Büchlein dazu anschaue, dann verstehe ich ganz genau, was sie meint. (Sie hört die Art von Musik, wo die Covers und CDs so genial gestaltet sind, dass sie fast noch besser sind als die Musik selber).

Und ich? Ich bin wieder bei den Platten angelangt. Die Scheibe auspacken, sie auf den Teller legen, den Tonarm in die richtige Rille legen ... ein Erlebnis für die Sinne.

Und nein, allein wegen solchen Nostalgieanfällen wird man nicht zwangsläufig zur SVP-Wählerin. Keine Bange.

Für Diskussionsfreudige ...

... empfehlen Mr Doorman, Onkel Vladmir und ich:

Die spannende Diskussion über ein Kopftuchverbot an den Schulen. HIER entlang, bitte.
Die ebenfalls spannende Diskussion zum Thema Datenklau. HIER entlang, bitte.

UPDATE: Und HIER noch ein lesenswertes Interview zum Thema Datenklau

Plattenspieler, Teil III

ugugu hat nicht wirklich helfen können mit seinem Rat. Aber ich ich weiss jetzt, wo ich ungefähr anfangen will: Mit der Box mit den 5 Live-Alben von Bruce Springsteen.

Cover me ist einer meiner Lieblingssongs auf dieser Sammlung. Nicht zuletzt, weil mich der Text immer wieder umhaut (Man kann uralte Springsteen-Songs hören und der Text könnte immer von heute sein).



Und dann ist da noch War. Uralt und topaktuell:

Plattenspieler, Teil II

Zu dritt sitzen wir enttäuscht vor unseren Maschinchen.
"Das war ja ganz einfach", meint Mr Doorman.
"Uran schmuggeln ist spannender", erklärt Onkel Vladimir.
"Kein einziges Problem", stelle ich fest. "Gar keins. Nicht einmal ein Klitzekleines."


Die Technik hat uns verarscht. Sie hat funktioniert.

Nun zu den guten Nachrichten: Wir können sämtliche Zappadong-Schallplatten auf den PC übertragen und auf den iPod laden. Einfach so. Ohne Probleme.

Das heisst: Ein Problem haben wir schon: Wo fangen wir bloss an???

Plattenspieler, Teil 1

"Ich hab genug von Datenklau- und Kopftuchverbotsdebatten", erklärt Mr Doorman entschieden.
Ich seufze.
"Wir sollten endlich tun, was wir schon seit Anfang Januar tun wollen." Mr Doorman klingt jetzt mehr als entschieden.
"Was?", frage ich. "In eine Höhle kriechen und einen Winterschlaf machen und hoffen, dass die Welt nicht mehr spinnt, wenn wir aufwachen?"
Mr Doorman legt den Kopf schief. "Das wäre auch eine Möglichkeit", sagt er. "Aber eigentlich hatten wir etwas ganz anderes vor."
Winterschlaf fällt also flach. Jo nu so dänn. Ich gucke Mr Doorman erwartungsvoll an.
"Wir installieren endlich den Plattenspieler!", ruft er.
"Au, ja!", rufe ich zurück. Denn: Wir haben Anfang Januar so ein Möbel gefunden, mit dem man Platten auf den PC überspielen kann. Fragen Sie mich jetzt aber nicht, wie das funktioniert - und schon gar nicht, ob das funktioniert. Ich sag's Ihnen dann, wenn ich es versucht habe.
"Dann lassen Sie uns mal die Gebrauchsanweisung suchen und beginnen", schlage ich vor.
Es wäre nicht nötig gewesen. Mr Doorman hat alles schon parat gelegt. Es kann losgehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
"PLATTENSPIELER?", dröhnt es begeistert von der Treppe her. Onkel Vladimir kommt angestürmt, als ob es eine Zusatzladung Uran zu gewinnen gäbe. "ICH LIEBE PLATTENSPIELER."
Das habe ich fast befürchtet. Wir halten Sie trotzdem auf dem Laufenden.

Onkel Vladimirs neuste Geschäftsidee

Während wir so an unseren Drinks nippen (ich) und kippen (Onkel Vladmir) holt ihn schon die nächste Geschäftsidee ein.

"Mr Doorman hat doch mal eine Weile für die too big to fail Bank gearbeitet", sagt er.
Ich nicke.
"Und Katze Zappadong auch."
Ich nicke.
"Das bedeutet, sie haben Insiderwissen", fährt Onkel Vladmir fort.
Ich nicke.
"Guuuuuuuuuut", meint Onkel Vladimir. "Seeeehrrrrrrrr guuuuuuuut."
Ich weiss nicht, ob er den Drink mit den Ötztal Eiswürfeln meint oder die Tatsache, dass zwei Wesen aus dem Zappadong-Gebäude bei der too big to fail Bank gearbeitet haben.
"Wissen Sie, wie man eine Webseite macht?", will Onkel Vladimir nun wissen.
"Warum, wollen Sie jetzt auch bloggen?", frage ich.
"Um Himmels Willen. Nein."
Ich gucke ihn an und warte.
"Wir brauchen eine Verkaufsplattform. So wie D-Bay oder wie das heisst."
"Aha?"
"Ja. Und dort bieten wir alle Informationen den Meistbietenden an. Deutschland. Belgien. Den Österreichern. Den Schweden. Den Engländern. Den Franzosen."
"ähm, die Franzosen haben die Daten schon", bringe ich ihn auf den fast neusten Stand der Dinge.
"Macht nix", meint er. "Hat genügend andere, die zahlen werden. Zum Beispiel die USA."
"ähm", muss ich erneut intervenieren. "Die bezahlen nicht. Die fordern einfach."
"Aha", sagt Onkel Vladimir.
"Wie steht es mit den Russen?", will ich wissen.
Er bricht in schallendes Gelächter aus. "Die kennen ihre Daten, dazu brauchen sie keine Diskette."
Es dauert eine Weile, bis ich begreife, was er meint.
"Nun, dann wären da noch die Isländer", versuche ich es.
"Wozu?" Onkel Vladimir schaut mich fragend an. "Die haben nichts mehr. Die würden mit Geysir-Wasser bezahlen."
Auch wahr. Aber es gibt ja noch genügend andere Länder, nicht wahr? Ich glaube, die Idee von Onkel Vladmir ist nicht ohne.

Onkel Vladimir will sein Uran verscherbeln

Ausgeschlafen. Traumlos. Will heissen, ich habe weder von 2.5 Millionen Euro noch von Buspassagieren geträumt. Aber beim Aufwachen ist mir Onkel Vladimir eingefallen. Den habe ich nun eine halbe Stunde lang gesucht und nicht gefunden.

"Ist Onkel Vladmir abgereist?", frage ich Mr Doorman.
"Nein", antwortet er etwas verlegen, "der ist im Bügelzimmer."
BÜGELZIMMER? ONKEL VLADMIR???
Während ich die Treppen hochgehe, überlege ich mir, was in aller Welt Onkel Vladimir im Bügelzimmer tut.

"Was in aller Welt tun Sie denn im Bügelzimmer?", frage ich, als ich ihn dort tatsächlich antreffe.
"Bügeln."
"Bügeln? Sie?"
Er nickt. "Wegen gestern. Sie wissen schon. War leicht angesäuselt ..."
Ich erinnere mich. Alles halb so wild. Nur dass mein Eiszapfen jetzt halt Eiswürfel ist / sind.
"Kein Problem", antworte ich. "Schon vergessen."
Ein erleichtertes Grinsen zieht über Onkel Vladimirs Gesicht und legt eine Zahnlücke frei, die vor meiner Abreise ins Ötztal noch nicht da war.

"Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf ...", beginnt er und ich fürchte einen Moment, einem Ausserirdischen in Gestalt von Onkel Vladmir gegenüberzustehen (unhöflich und ungehobelt ist er mir lieber), "aufregen lohnt sich nicht."
"Wie meinen Sie das?", frage ich.
"Na, ist doch ganz einfach", ruft er. "Es sind Deutsche, die diese Datengeschichte ausbaden müssen. Es sind Deutsche, die Nachsteuern bezahlen müssen. Es sind Deutsche, denen es an den Kragen geht. Es ist der deutsche Staat, von dem in Zukunft jeder Kriminelle Geld verlangen kann. Es sind Deutsche, die sich fragen müssen, ob sie nächstens auf einer CD landen, in welcher die Farbe der Unterhosen und die politische Gesinnung gespeichert sind. Es sind Deutsche, die sich überlegen müssen, welchen Schritt ihre Regierung als nächsten tut. Zum Beispiel Elena. Zum Beispiel automatischer Informationsaustausch. Zum Beispiel gläserner Bürger.

Onkel Vladimir macht eine kleine Pause, um sicher zu sein, dass ich ihm auch folgen kann. "Alles klar?", fragt er.
"Yap", antworte ich. "Die ganze Geschichte kann uns total egal sein. Und jetzt trinken wir einen."
"Aber sicher doch!", ruft Onkel Vladimir und wirft das Bügeleisen in die Ecke. "Und dann versuchen wir, unser Uran an die Deutschen zu verscherbeln." Schelmisch fügt er hinzu: "Solange sie noch in Kauflaune sind."

PS: Bevor wir Ihnen verraten, welche Farbe unsere Unterhosen haben und mit wem wir am Samstag ins Kino gegangen sind und wie viel auf unserem Sparkonto liegt, schliessen wir die Zappadong-Hütte.

Von Disketten und Buspassagieren

"Schön, dass Sie wieder da sind", sagt Mr Doorman.
"Ja", ergänzt Onkel Vladimir. "Kannst gleich die Hemden bügeln und hochprozentigen Nachschub holen."

Ich haue Onkel Vladimir mein Feriensouvenir um die Ohren - einen dicken, spitzen Eiszapfen aus dem Ötztal, den ich eigentlich am Stück ins Gefrierfach legen wollte, sozusagen als Ötziersatz. Nun, jetzt muss er halt als Eiswürfel für unsere Drinks herhalten.

"Ist eine ganze Menge passiert", beginnt mich Mr Doorman auf den neusten Stand der Dinge zu bringen.
"Will ich überhaupt wissen, was so gegangen ist?", frage ich.
"Nein", antwortet Mr Doorman.
"Doch", brummt Onkel Vladimir, der sich die Hand an die Nase hält. "Oder wollen Sie auf ein paar Millionen verzichten?"
"Millionen von was?", erkundige ich mich. "Falls Sie von Bakterien reden: Diese paar Millionen habe ich bereits kennengelernt, einzeln."
"Geld." Onkel Vladimir brummt immer noch.
"Geld?", frage ich.
"Sie haben doch überall so Sticks und Disketten herumliegen." Jetzt nuschelt er. Ich glaub, da ist ein Zahn rausgefallen.
"Habe ich."
"Die können Sie dem deutschen Staat verkaufen", nuschelt Onkel Vladimir.
"Ach ja?"
"Ja." Er beginnt, heftig zu nicken, hört aber sogleich wieder auf damit.
"Egal, was drauf ist?", will ich wissen.
"Nun, Sie müssten schon ein paar Kundendaten rausrücken."
"Tut mir leid", antworte ich. "Damit kann ich nicht dienen."
"Schade", meint Onkel Vladimir.
"Also kein Geld?", frage ich.
"Nein."
An dieser Stelle mischt sich Mr Doorman ins Gespräch. "Sie brauchen keine Diskette und keinen Stick. Sie können auch einen Bus entführen und damit drohen, die Passagiere ... na ja, Sie wissen schon." Er macht eine eindeutige Bewegung, die mir gar nicht gefällt.
Mir ist gar nichts mehr klar und so sage ich: "Warum sollte ich einen Bus entführen?"
"Einen deutschen Bus", präzisiert Mr Doorman. "Und dann sagen Sie, Sie wollen 2,5 Millionen Euro oder Sie ... na, Sie wissen schon."
"???"
"Es ist so: Die deutsche Regierung wird bezahlen."
"???"
"Weil: Die Leute werden ausrasten, wenn die Regierung für das Leben von ein paar Buspassagieren nicht bezahlt, hingegen für ein paar Zahlen auf einer Diskette schon."
Ich gestehe: Ich verstehe nur Bahnhof. Und darum gehe ich jetzt schlafen. Mögen die Buspassagiere sicher ankommen.

Hungerhaken

"Für Sie", sagt Mr Doorman und reicht mir das Telefon.
"Hallo?", trompete ich frohgemut in den Hörer.
"Annabelle hier."
Bevor die Dame vom Callcenter mehr sagen kann, trompete ich - nur leicht weniger frohgemut als vorhin: "Vergessen Sie es. Ich kaufe kein Heftchen mit Hungerhaken drin."

Da tut die Dame was, das mich beinahe dazu verleitet, ein Probeabo zu bestellen: Sie lacht schallend los.

Ich weiss gar nicht, wann das letzte Mal jemand aus einem Callcenter gelacht hat (hat überhaupt mal jemand?). Totzdem: Auch wenn ich die Dame köstlich fand, kaufte ich ihr kein Abo ab. Ich sagte ihr, sie sollen erst mal den Models anständig was zu essen geben - dann könnten wir darüber reden. Es folgte ein weiteres herzhaftes Lachen und wir verabschiedeten uns beide frohgemut.

Leider habe ich die Dame nicht nach ihrem Namen gefragt. Sie wäre für mich die Angestellte des Jahres.

Sturmer Grind, Teil III oder Vom Motelzimmer zum WEF

Okay. Zugegeben. Mr Doorman und Onkel Vladimir sind besoffen. Und ich habe den Motelzimmerkoller. Und so wissen wir nicht so recht, ob es an unseren Köpfen (= Grind) oder der Aussage des kleinen Mannes mit der grossen Nase liegt, wenn wir nicht mehr so ganz kapieren, was das genau bedeuten soll:

"Laut Bundesrat Hans-Rudolf Merz gilt es nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den UBS-Kundendaten, die «tatsächliche Situation mit der rechtlichen Situation in Übereinstimmung zu bringen».(Quelle: NZZ)

Was wir aber trotz unserer sturmen Grinde nur zu gut begriffen haben:

Die Wirtschaftsführer, die bis vorletztes Jahr am WEF in Davos die Brust rausgereckt, laut getrommelt und die Politiker belächelt haben, während sie ihren teuren Champagner schlürften, haben sich letztes Jahr tunlichst ferngehalten und den belächelten Politikern Platz gemacht, die für sie aufräumen sollten. Weil das dummerweise nicht so einfach ist, fehlen dieses Jahr nicht nur die Wirtschaftsführer, sondern auch viele Politiker. Die haben einfach andere Sorgen. Zum Beispiel drohende Staatsbankrotte. Derweil die Wirtschaftsführer wieder Champagner saufen. (Quelle: NZZ)

Falls Sie jetzt etwas Hochprozentiges brauchen: Mr Doorman und Onkel Vladimir freuen sich über jede Art lustiger Gesellschaft. Sie finden nämlich, ich sei gerade ein ziemlicher Griesgram.


Sturmer Grind, Teil II

Es gibt nicht nur Leute mit einem sturmen Grind, es gibt auch solche mit .... na ja.

«Ich bin ein bisschen Hiroshima am Tag danach.» 

(Unser oberschter Pöschtler nach seinem freiwilligen Rücktritt. Möge er seinem Grind in den nächsten Wochen mal ein wenig Sauerstoff zuführen - vielleicht hilft es ja. Immerhin will er kein Gartenzwerg werden ...).

(Quelle: Online-Tagi)

Sturmer Grind

Wenn man eine ganze Woche dahinsiecht, kann es einem im Kopf schon mal trümmeln. Wobei. Vielleicht ist das die falsche Einleitung. Weil. Diese Woche konnte man auch einen sturmen Grind bekommen, wenn man sich ganz gesund fühlte.

Unsere allerliebste too big to fail Bank hat uns - wie sich einmal mehr gezeigt hat - so richtig schön in die Scheisse geritten. Neuste Entwicklung: Der kleine Mann mit der grossen Nase hat getäubelt und die ehemaligen Glücksritter ebendieser allerliebsten Bank je nach Quelle als "Gauner" oder "Betrüger" betitelt. Und wir haben einen Staatsvertrag mit den USA, der nicht einmal das Papier wert ist, auf dem er geschrieben ist.

(Zwischenbemerkung für jene, die für den letzten Satz im obigen Abschnitt eine Erklärung möchten: Halten wir uns an unser Gerichtsurteil, werden kaum Daten ausgeliefert und die Amerikaner schäumen vor Wut. Geben wir den Amerikanern, was sie wollen, so brechen wir unser Gesetz. So was nennt man Dilemma.)

In solchen Zeiten wird nach einer starken Regierung gerufen.

(Zwischenbemerkung: Mr Doorman und Onkel Vladimir rufen lieber nach der langbeinigen Bedienung und bestellen den ich-weiss-nicht-wievielten Drink)

Zurück zum Thema. Alle rufen. Auch der Mann mit dem Stoppelbart und der intelligenten Brille, dessen Partei vor allem dadurch auffällt, so farblos zu sein, dass man sie glatt übersehen könnte. Der Mann mit der Brille hat das gar nicht gern. Und darum ruft er jetzt besonders laut. Aber Achtung: Er will denn im Fall nicht den Empörten spielen. Das tun schon die andern, sagt er. Er findet politisches Gezänk statt Arbeit für unser Land verantwortungslos.

(Zwischenbemerkung: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass das immer jene sagen, die sich gerade total übergangen fühlen?)

Bevor der Mann mit der Brille an die Arbeit geht, geigt er aber den andern noch die Meinung. Weil. Ein bizzli Empörung darf dann schon sein. Und so empört er sich über die Panzerknacker der Nation (= Sozialdemokraten) und die konservativen Demagogen vom Albisgüetli (SVP). Was er gegen die CVP hat, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, vielleicht hat er noch nichts, weil er immer noch versucht, die Windfahnenleute besagter Partei mit einem Standpunkt in Verbindung zu bringen. Ist ja auch wurscht, es geht nur um Politik, und deshalb ist das alles halb so tragisch.

Wenn also nicht tragisch, dann muss es dramatisch sein. Weshalb der Mann mit der Brille und dem Stoppelbart zum Kampf aufruft. Die FDP müsse das Attentat der Demagogen auf das Erfolgsmodell Schweiz abwehren.

Den Rest erspare ich Ihnen. Der Mann mit der Brille hat nämlich auch noch was zu den Banken gesagt. Aber das wollen Sie gar nicht wissen.

(Quelle: NZZ)

Gedanken einer Dreiviertelkranken

Ganz krank bin ich nicht. Sonst hätten mich Onkel Vladimir und Mr Doorman zum Arzt gefahren. Für meinen Dreiviertelkrank-Zustand reiche ein Bett in einem billigen Hotel, Hauptsache gute Bar, befanden sie, steckten mich unter eine weisse Bettdecke und gingen von dannen, dem Fusel entgegen.

Und so liege ich hier und mache mir ziemlich düstere Gedanken. Zum Beispiel diese:

Andere Länder haben die Post liberalisiert. Zum Beispiel Österreich. Es laufe gut, aber man musste leider eine ganze Menge Leute entlassen. Weil das in Österreich nicht so einfach ist,  schaufelte man sie in den Verwaltungsapparat der Polizei über. Der Post in Holland geht es (fast) glänzend.  Man hat zwar seit 2000 17'000 Mitarbeiter abgebaut, aber hey, es läuft. Wie viele Leute in Schweden dran  glauben mussten, steht in meinem Artikel (NZZ am Sonntag, Wirtschaft, Seite 35) nicht. Man berichtet, die Schweden haben sich an den Gang zur Tankstelle gewöhnt, wenn sie ein Paket aufgeben wollen. Und manchmal kommt der Pöstler vorbei, das ist dann dieses Wesen aus Fleisch und Blut, das die Menschen erschreckt, weil es nicht nur sprechen, sondern auch denken kann.

In der Sonntagszeitung hat Herr Jean-Noel Rey etwas über "das Internet" und die Zukunft der Post genölt. Ich schloss aus seinen Worten, dass seine Sekretärin den Computer bedient. Wenn ich mich irre liegt das am Fieberwahn, der mich ab und an schüttelt.

Und dann gibt es da noch die Nonna aus einem Dorf in der Nähe von Zappadong-Hausen. Seit ihr Mann tot ist, geht sie ein Mal pro Monat mit allen Rechnungen zur Post. Dort trägt ihr ein netter Pöstler alles in ihr gelbes Postbüchlein ein, zählt die Beträge zusammen und sorgt dafür, dass alles seinen guten Gang geht. Wie lange so was noch möglich ist? Keine Ahnung.

Irgendwann können nur noch Leute kommunizieren, die ein Handy und einen Internetanschluss haben. Für persönliche Gespräche werden wir bezahlen müssen. Mein Tipp: Werden Sie Psychologe. Sie haben eine goldene Zukunft.

Mann, bin ich schlecht drauf. Ich zieh jetzt die Decke über den Kopf und schlafe eine Runde.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

"Ich mag Ihre Postgeschichten", sagt Mr Doorman. "Erzählen Sie doch noch einmal die von Ihrem Bruder." Kann ich machen:

Bruder Zappadong brauchte eine telefonische Auskunft der Post (weshalb, ist eine andere - (w)irre Geschichte, die ich Ihnen später erzähle) - das Internet hatte ihm Auskünfte geliefert, die er weder glauben konnte noch glauben wollte (das wäre dann eben die andere Geschichte). Also rief er an. Zuerst bei der Post in Vaduz. Die netten Pöstler in Liechtenstein begrüssten ihn freundlich, hörten ihm zu und gaben ihm dann schnell, freundlich und kompetent Auskunft.

Dann versuchte er es bei seiner zuständigen Poststelle im Zappadong-Gebiet. Es blieb beim Versuch, weil unsere Poststellen keine Telefonnummern mehr haben. Man muss eine 800-er Nummer wählen. Bruder Zappadong fand das etwas birnenweich, sagte sich aber: Auskunft ist Auskunft ist Auskunft und rief an.

Eine Maschinenstimme beschied ihm, dass er zur falschen Zeit anrufe. Also wartete er den richtigen Moment ab und telefonierte erneut. Er durfte dann wählen zwischen 1 für ...., 2 für ...., 3 für .... usw., was er auch tat. "Da sind Sie bei mir falsch", beschied ihm das Wesen aus Fleisch und Blut, das er schlussendlich in der Leitung hatte. "Wählen Sie doch ...."

Bruder Zappadong wählte nicht. Dazu muss man wissen, dass er wie alle Zappadongs mit einem harten Berglerschädel ausgerüstet ist und solchen Gugus nur bedingt mitmacht. Als Mann der Tat begab er sich höchstpersönlich zur nächsten Poststelle. Und wie das so ist auf dem Land, wo noch jeder jeden kennt, fand er sich an der Poststelle einer Bekannten gegenüber.

"Ui", sagte sie, als sie in sein Gesicht schaute. "Was hast du?"
"Zwei Dinge", schmetterte mein Bruder. "Eine Frage und eine Beschwerde. Ich beginne besser mit der Frage, denn nach der Beschwerde ist dir vielleicht nicht mehr nach einer Antwort."
Also stellte er erst seine Frage (das ist jetzt eben die andere Geshichte, für die es in dieser Geschichte hier keinen Platz hat). Er erfuhr, dass er das auf dem Internet schon richtig herausgefunden habe, und das sei eben leider so und blablaba ..., was seiner sowieso schlechten Laune nicht unbedingt gut tat. Und so legte er dann ziemlich laut mit seiner Beschwerde los.

Von wegen 800-Nummer. Unpersönlichem Nicht-Service. Nicht Erreichbarkeit. Zeitverplämpeln. Kundenunfreundlichkeit. Bei jedem Märgglikauf und Briefaufgeben müsse man sich Gratis-Katzenfutter andrehen lassen, werde gefragt, ob man ein Los kaufen möchte und auf die Vorzüge vom Postkonto aufmerksam gemacht. Lauter Zeugs, das er weder brauche noch wolle. Aber wenn er eine telefonische Auskunft brauche, könne man nicht einmal mit der zuständigen Stelle sprechen, sondern müsse mit einer Maschine vorlieb nehmen.

So was dauert eine Weile. Und so bildete sich hinter ihm eine kleinere Schlange von Leuten, die alle mithörten und mit dem Kopf nickten.
"Wir dürfen hier keine Gespräche mehr entgegennehmen", antwortete seine Bekannte. "Von wegen zu viel Zeit verschwenden."
"AHA! Aber Zeit für Katzenfutter, Lösli und Kontos habt ihr."
Die Leute in der Schlange nickten.
Die Bekannte entschuldigte sich. Er habe ja recht. Solches Zeugs komme halt von oben.

(Zwischenbemerkungen: Ab und zu kommen bei der Post Theoretiker vorbei, die mit der Stoppuhr messen, wie lange die Postarbeiter für ihre Tätigkeit brauchen und wie viele Meter sie dafür zurücklegen ... und den erstaunten Pöstlern dann mitteilten, wie sie noch effizienter arbeiten können, und wo man noch 3 Sekunden einsparen könne. Telefonieren mit den Kunden liegt bei solcher Hetze nicht drin. Man muss ja schliesslich Katzenfuttermüsterchen verteilen ...Und wenn ich schon zwischenbemerke: Die Wege der Postboten werden ebenfalls vermessen, und dann wird ausgerechnet, wie lange sie für ihre Runde haben dürfen. Die Berechnungen basieren auf guten Wetter- und Strassenzustandsbedingungen.)

Mein Bruder guckte sie an und fragte: "Und was ist, wenn die Dame / der Herr im Callcenter meine Frage nicht beantworten kann?"
"Dann rufen sie hier bei mir an. Ich antworte und sie rufen dich dann mit der Antwort zurück."
Meinem Bruder blieb die Luft weg. Während er nach Atem rang, schrieb ihm die Bekannte etwas auf einen Zettel und schob ihm das Papierchen rüber. Er guckte drauf: Eine Telefonnummer, eine richtige, keine 800-er.
"Für nächstes Mal", sagte die Bekannte
Die Leute in der Schlange grinsten. Mein Bruder schloss daraus, dass sie alle schon so einen Zettel zu Hause haben. Ich vermute, er liegt damit goldrichtig.

Die Post der Zukunft oder Die Zukunft der Post liegt in der Steinzeit

Heute Morgen hat Herr Messmer aus Arlesheim einen Blogartikel veröffentlicht, bei dessen Lesen ich Tränen gelacht habe. Der Mann hat Humor, habe ich mir gedacht ... oder er träumt besonders wild. Weil es aber um die Post ging und man da gar nichts ausschliessen kann, beschloss ich, der Sache sicherheitshalber nachzugehen (von wegen: Das Leben schreibt noch immer die irrsten Geschichten). Und siehe da. Die irre Geschichte von Herrn Messmer ist tatsächlich WAHR.

Wenn Sie ganz starke Nerven haben, können Sie sich gerne diesen Beitrag antun - es reicht aber auch, wenn Sie dem obigen Link folgen (und Herrn Messmer einfach glauben, was er schreibt).

Wenn Ihnen nicht ganz klar ist, was Herr Béglé sagen wollte, zeige ich Ihnen das anhand eines Beispiels:

Nehmen wir an, ich möchte den Blogartikel von Herrn Messmer kommentieren. Da könnte ich jetzt einfach bei ihm auf "Kommentar schreiben" klicken, eine paar Worte in mein Maschinchen tippen und "veröffentlichen" drücken - oder den Postweg nehmen. Der ginge so:

1. Ich schreibe meinen Kommentar von Hand - weil ein PC in dieser Postvariante überflüssig ist.
2. Ich packe den Brief in ein Couvert, schreibe Herrn Messmers Adresse drauf, schlecke ein Märggli ab, drücke es auf den Umschlag und trage den Brief zum nächsten Briefkasten. (Ergänzt aufgrund von Angaben von Herrn Gnoerpf)
3. Jemand von der Post leert den Briefkasten und bringt die Briefe in ein spezielles Zentrum.
4. Von dort aus ruft wahlweise eine nette Dame / ein netter Herr den Herrn Messmer an (oder schreibt ihm, das habe ich nicht so genau kapiert) und sagt: "Lieber Herr Messmer, Frau Zappadong hat einen Kommentar geschrieben. Sollen wir Ihnen den Brief schicken oder dürfen wir ihn öffnen, den Text einscannen, in ein pdf-Format umwandeln und Ihnen das Resultat unserer Arbeit elektronisch schicken."
5. Nachdem Herr Messmer fertig gelacht hat (oder sich fragt, ob er irrtümlich trotz Blog-Psychohygiene in der Irrenanstalt gelandet ist), beantwortet er die Frage. So, wie ich ihn kenne, hätte er meinen Kommentar gerne als pdf-Datei, weil er ihn sonst zu Hause einscannen (oder ABSCHREIBEN) müsste, um ihn dann bei sich im Blog zu veröffentlichen.
6. Herr Messmer hat sich also für das pfd entschieden und möchte gerne den Hörer auflegen, doch es ist ein bisschen so wie im Coop, wo man erst gefragt wird, ob man eine Supercard hat und danach gleich die Frage folgt, ob man auch die Pünggtli sammle. Im Fall der Post sind das aber nicht Pünggtli, sondern die nette Dame /der nette Herr fragt: "Sollen wir das pdf bei uns für Sie archivieren?"
7. Keine Ahnung, wieviel man für den Spezialservice noch draufzahlen wird. Ich fürchte nur, Herr Messmer kann bloggen, so viel er will, den Psychiater wird er spätestens jetzt dennoch brauchen.

On the Road mit Onkel Vladimir und Cold Chisel

Päng hat's gemacht. Onkel Vladimir ist mit einem Laster durch die hintere Wand gekracht, hat wilde russische Wörter in den Raum gebrüllt und uns in das leicht zerbeulte Fahrzeug gezogen. Wir wollten ja den kleinen Mann mit der grossen Nase mitnehmen, doch Onkel Vladimir meinte: "Nein, wollt ihr nicht!". Also haben wir ihn dortgelassen.

Und jetzt fahren wir auf Nebenwegen durch die verschneite Landschaft. Zum Glück funktioniert das Kassettenlaufwerk noch. Weil, das hier (siehe unten) ist genau das, was wir jetzt brauchen.

Ich frag ja nur

Der Titel ist geklaut. Aber uns gefällt er. Und so zitieren wir in einem unserer lichten Momente (Sie erinnern sich: Hirnwäsche und so) wieder einmal den Typen aus Arlesheim.

"Und genau dafür habe ich mir seinerzeit dieses Weblog eingerichtet, um die Fragen loszuwerden, die mich umtreiben. Ist billiger, als irgendwann mal einen Psychiater bezahlen zu müssen."

Schöner könnten Mr Doorman und ich das gar nicht sagen. Was M.M. dann in diesem Eintrag fragt, fragen wir uns auch. Trotz Hirnwäsche. So weiss können die uns gar nicht waschen, dass uns der Begriff too big to fail aus dem Hirn purzelt. Der ist darin eingebrannt wie Essensreste auf dem Kochherd.

Zum Thema too big to fail haben wir noch etwas ganz Gruseliges gefunden. Nur für Leute mit starken Nerven.

Wenn wir jemals aus dieser Hirnwäschesache rauskommen und Onkel Vladimir gefunden haben, erklären wir unseren orange gestrichenen Panikraum zur Schaltzentrale der Zappman Revolution. Vielleicht können wir auch das einzige Mitglied unserer Schoggipartei für uns gewinnen.

Aber eben. Im Moment werden wir immer noch gehirngewaschen und singen Lieder von Francine Jordi und den Mölltalern. Es wäre höchste Zeit, dass uns jemand retten kommt.

Resistent

Also. Mr Doorman und ich sind gegen diese Hirnwäscherei total resistent. So können wir zum Beispiel problemlos die Namen und Körbchengrössen der letzten 10 Miss Schweiz aufsagen und wissen, dass uns ein Herr van der Heide am Concours Eurovision de la Chanson vertreten wird. Der kleine Mann mit der grossen Nase, der seit gestern Abend auch hier ist, kommt uns bekannt vor; er scheint nett zu sein.Und singen kann er!

Dr Eugen isch an brava Maa,
das gseet manim woll aaa, woll aa.
Dr Eugen ii-iisch an brava Maa
das geseet manim woll aaa.

Finima, Finima, Fimna-nanana, Finma-nanana, Finma-nanana ...

(zum Nachsingen bitte die Melodie von "Es Purabüabli" benützen)

Wir glauben, wir bleiben noch ein Weilchen hier. Vielleicht kommt dann auch noch dieser luschtige Mensch von der Post.

Frau Zappaman und Mr Doordong

Gekidnappt und hirngewaschen

Da standen wir also an der Autobahneinfahrt irgendeiner CH-Raststätte mit grässlichen öffentlichen Toiletten und hielten die Daumen raus. Mr Doorman immer noch ganz berauscht vom Gedanken an den unermesslichen Reichtum, den uns unsere Hellseherei einbringen wird, ich darüber nachgrübelnd, ob es im Elsass irgendwo einen Geheimzugang zum Teilchenbeschleuniger gibt, und falls ja, ob Onkel Vladimir wirklich in so ein Ding eingestiegen ist und falls nochmals ja, ob ihn das Schwarze Loch schon gefressen hat. Kürzer gesagt: Mr Doorman ging es ausgezeichnet, mir nicht. Kurz danach ging es uns beiden schlecht.

Jemand schlich sich nämlich von hinten an uns heran, betäubte uns mit irgendwas ganz komisch Riechendem und schleppte uns in ein Verliess. Dort sitzen wir jetzt und unterziehen uns sehr, sehr unfreiwillig einer Gehirnwäsche. Das sei zu unserem Besten, erklärt uns einer, der eine vage Ähnlichkeit mit Reto Brennwald von der Arena hat. Gruselig, gellensie (= nicht wahr?). 



Könnte uns bitte jemand befreien kommen, bevor wir zurück im Stadium des Griesbreiessens und Brabbelns sind? Danke.

Frau Zappadong und Mr Doorman

Und wieder einmal winkt unendlicher Reichtum

Mr Doorman und ich sind aus dem schwarzen Wagen ausgestiegen (ungern, aber der Fahrer wollte nicht ins Elsass) und sitzen nun Kaffee trinkend in einer Raststätte. Neben uns liegen ein paar Heftli (Zeitschriften) des letzten Jahres, vor uns eine glänzende Zukunft. Wir haben nämlich herausgefunden, dass man sich mit Horoskopen eine goldene Nase verdienen kann. Ganz konkret haben wir dem Beobachter entnommen, dass Madame Etoile für 15 Minuten Telefonberatung CHF 145.00 garniert.

"Eine einstündige «Kurzberatung» kostet 400 Franken (zahlbar im Voraus oder bar bei der Konsultation). Richtig teuer wirds am Telefon. Wer die Sternenfrau an den Draht will, zahlt 70 Franken Basispauschale und pro 15 Minuten weitere 75 Franken. Ein 15-minütiger Blick in die Sterne kostet also 145 Franken, Fr. 9.66 pro Minute! "

Nicht übel, finden Mr Doorman und ich. Und Mike Shiva ist mit solchem Gugus so richtig reich geworden.

Nun, Mr Doorman und ich telefonieren nicht gerne. Und Konsultationen könnten bei uns in Russisch Roulette Gelage ausarten. Also beschränken wir uns vorläufig auf ein kostenloses Wochenhoroskop. So quasi als Testerchen für Sie. Wir versprechen nämlich eine 100%-ige Trefferquote. Nehmen Sie uns beim Wort ... und schielen Sie nach rechts, ganz oben, dort finden Sie unsere Weissagungen. Im Moment noch gratis (Mr Doorman hat den Begriff anfixen verwendet, aber nur ganz leise, und so, dass nur ich es hören kann - dabei hat er so richtig teuflisch gegrinst).

Unterwegs

Wir sind unterwegs ins Elsass. Irgendso ein Freak hat angehalten und mich und Mr Doorman mitgenommen. Und jetzt sitzen wir in diesem schwarzen Wagen, brausen über die Autobahn und hören Musik, mir der ich schon 1987 über die Autobahn gebraust bin - in voller Lautstärke. Ich mag Freaks. Mr Doorman auch. Sonst würde er nicht so zufrieden grinsen und den Fahrer bitten, noch einen Zacken Lautstärke zuzulegen.

Fundstück des Tages

Nein, wir haben Onkel Vladimir nicht gefunden. Es scheint, als ob dieser exterritoriale Teilchenbeschleuniger irgendwo ein Loch hat (typisch Hochleistungstechnik!) und es Mr Doormans russischen Verwandten ins Elsass katapultiert hat, wo er Frau Petra v. C. die Haare vom Kopf isst. Liebe Frau Petra v.C., wir sind unterwegs!

Etwas Gutes hatte der Teilchenbeschleuniger aber doch noch: Er hat ein anderes Fundstück ausgespuckt. Nämlich einen der lesenswertesten Blogs,

(Zwischenbemerkung für Puristen: eines der lesenswertesten Blogs),

den  (das) ich in letzter Zeit entdeckt habe (leider etwas spät). Aber vielleicht kennen Sie Nichts ist klar ja noch nicht. Dann gehen Sie mal gucken und lesen, während Mr Doorman und ich uns per Anhalter ins Elsass durchschlagen. Könnte eine Weile dauern. Irgendwie scheinen die Autofahrer keine grosse Lust zu haben, mich und Mr Doorman mitzunehmen.

Exterritoriales Gebiet und Schwarze Löcher

Wir befinden uns auf exterritorialem Gebiet, was mich leicht nervös macht, Mr Doorman aber absolut kalt lässt.
"Sie sollten sich Sorgen um Onkel Vladimir machen, nicht um irgendwelchen exterritorialen Gugugs", brummt er. 
Ich lache etwas gequält und flüstere: "Wenn die rausfinden, was wir im Namen von Onkel Vladimir bei uns zuhause bunkern, sind wir geliefert."
"Ach, was", winkt Mr Doorman ab. "Wir sind in der Schweiz. Hier gilt Schweizer Recht. Und Onkel Vladimir hat bei der verstorbenen Seele seiner Grossmutter Olga geschworen, dass er das Gold bei der russischen Steuerbehörde deklariert hat. Kein normaler Schweizer wird an dieser Version zweifeln. Nicht einmal der kleine Mann mit der grossen Nase."
Der wohl schon gar nicht, denke ich und erkläre: "Exterritorial bedeutet, dass das Schweizer Recht hier nicht gilt."
"Aber wir sind doch in der Schweiz", antwortet Mr Doorman ungeduldig. "Bei den Leuten, die diese grässliche Sprache sprechen. Alle diese schschschschschschs und äääääääääääs und ...."
"Französisch", präzisiere ich.
"Von mir aus. Klingt alles so schschschschschschsch-mässig. Schschschschschööönääääääf." Er schüttelt sich.
"Nicht ganz", muss ich schon wieder präsisieren. "Meyrin. Ohne Schschschschsch, nur mit äääääääää."
"Von mir aus. Hauptsache Schweiz. Mit Schweizer Recht."
"Exterritorial. Ohne Schweizer Recht."
So langsam scheint das bis zu Mr Doormans Gehirn vorzudringen. "Sie meinen ...." Er hält sich die Hand vor den Mund. Über der Hand weiten sich seine Augen zu grösseren Spielzeugmurmeln. "Wir sind geliefert", sagt er.
"Sage ich ja", antworte ich.
"Lassen Sie uns sofort abhauen", schlägt Mr Doorman vor.
"Und Onkel Vladimir? Den können wir doch nicht einfach hierlassen."
"Vielleicht kommt er ja sowieso nicht wieder", meint Mr Doorman fatalistisch.
Da könnte er recht haben. Denn Onkel Vladimir steckt in einer grossen, langen Röhre, eng zusammengequetscht mir irgendwelchen Teilchen, und sucht Schwarze Löcher. Wenn nicht wieder jemand ein paar Brösmeli von irgendwas auf diese empfindliche Gerätschaft streut und es damit lahmlegt, könnte er sogar eines finden. Dann kommt er nicht wieder. Wir müssen uns was einfallen lassen.Weil, irgendwie mag ich den Kerl.